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Was gute Führung ausmacht

Was ist zukünftig die Basis erfolgreicher Führung?

In klar hierarchisch geordneten Strukturen ist es für Führungskräfte in der Regel einfach, ihre Vorstellungen „per order Mufti“ durchzusetzen. In dem klassischen „Führungs-Spiel“, in dem es zwei Spieler gibt, nämlich einen, der führt und einen, der geführt wird, sind die Rollen klar verteilt und werden (zumindest nach außen) nicht hinterfragt. Die Führungskraft besitzt auf Grund ihrer hierarchisch höheren Position die Fähigkeit und Macht, Anweisungen durchzusetzen.

Angesichts der immer komplexeren, globalen und dezentralisierten Themenstellungen und Organisationsformen wird diese hierarchische Führung zunehmend zum Auslaufmodell. Es sind nicht mehr die Unternehmensleitungen bzw. Führungskräfte alleine, die die Richtung bzw. Lösungen vorgeben. Zunehmend wird das Know How aller an einem Prozess beteiligten Personen benötigt, um entsprechende Lösungen erarbeiten zu können und sie umzusetzen.

Zukünftig werden diejenigen machtvoll sein und Führung übernehmen, denen es gelingt, mit ihren Vorstellungen zu überzeugen und Andere zur freiwilligen Mitarbeit an dieser Idee zu bewegen.

Was bedeutet das für Führungskräfte der Zukunft?

Sie brauchen spezielle Kompetenzen und Fähigkeiten, die insbesondere den mitmenschlichen Bereich betreffen:

  • Führungskräfte brauchen zukünftig zunächst ein hohes Maß an Bereitschaft, das Know How aller einzubeziehen und die Einsichtsfähigkeit, die Meinung anderer zu akzeptieren (vs. es selber besser zu wissen).
  • Sie brauchen die Fähigkeit, auf die individuelle Persönlichkeit des einzelnen Mitarbeiters einzugehen, d.h. sich in den Anderen und seine Sichtweise zu versetzen, seine Meinung zu verstehen und zu akzeptieren, um im gemeinsamen Dialog die beste Lösung zu finden.

Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, die Perspektive wechseln zu können sowie das Vermögen, im Diskurs Lösungen zu finden sind also Kernkompetenzen, die zukünftig unerlässlich für erfolgreiche Führung sind.
Hinzu kommt als weitere Basisfähigkeit, dass Führungskräfte zukünftig im Hinblick auf ihre Führungsrolle in hohem Maße flexibel sein müssen. Führungsverantwortung kann von Projekt zu Projekt wechseln, so dass sich Führungskräfte aus einem Projekt als Mitarbeiter in einem anderen erleben.

Um das alles leisten zu können, ist ein hohes Maß an persönlicher Reife erforderlich. Führungskräfte und Mitarbeiter sind also aufgefordert, sich selber immer weiter zu entwickeln und die o.g. Kompetenzen zu entfalten. Zeit zur Reflexion und persönlichen Weiterentwicklung werden immer wichtiger. Denn:

Die Basis guter Führung ist eine reife, d.h. in sich gefestigte und entwickelte Persönlichkeit, die selber über die Kraft und Klarheit verfügt, die andere begeistert und mitreißt. 

Das gilt m.E. auch für das Verständnis guter Führung heute bzw. in der Vergangenheit. Wenn zukünftige Führung allerdings immer weniger durch hierarchische Strukturen legitimiert ist, wird die gereifte Persönlichkeit des Einzelnen immer mehr die Basis und der Gradmesser für erfolgreiche Führung sein.

Welche Themen beschäftigen Sie, wenn Sie an Ihre Rolle als Führungskraft in der Zukunft denken? In welcher Weise sorgen Sie für Ihre persönliche Weiterentwicklung bzw. für Denkzeiten und Reflexion?

Schreiben Sie mir Ihre Meinung, Ihre Erfahrungen oder Themen, die Sie beschäftigen - an info@baslercoaching.de oder rufen Sie einfach an unter Tel. 02151 – 622018.

Ich freue mich auf Sie!

Petra Basler

 


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